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Hyper-V und die GPL

Was wir heute bekannt geben, ist, dass Microsoft die Linux-Gerätetreiber, die sie entwickelt haben, unter GPLv2 der Linux-Community zur Verfügung stellt.

(Original: So, what we're announcing today is that Microsoft is releasing the Linux device drivers, that it created, under GPL v2 license to the Linux community.)

In dem Video zum GPL-Release blicken Microsofts Sam Ramji, Director of Platform Strategy, und Tom Hanrahan, Director of Open Source Technology Center, zu diesen Worten bedeutungsschwer in die Kamera. Danach folgen dann drei Sekunden Schweigen und andächtiges Nicken.

Grund des Ganzen: Microsoft hat den Quellcode seines Hyper-V-Treibers für Linux unter der GPLv2 veröffentlicht. Nachdem bereits die Frage nach dem Grund in der Blogosphäre gestellt wurde und dabei auch schon neue Einsichten von Seiten Microsofts vermutet wurden, scheint der Hintergrund eher handfester Natur zu sein.

So stieß Stephen Hemminger bei einer Recherche nach Hyper-V-Treibern für Linux darauf, dass darin Open-Source-Bestandteile statisch gegen binäre Teile verlinkt waren - ein Verstoß gegen die GPL, da Open-Source-Code in dieser Weise nicht zusammen mit Closed-Source-Programmteilen verwendet werden dürfte. Hemminger habe daraufhin Greg Kroah-Hartmann informiert, der Microsoft darauf aufmerksam machte. Kroah-Hartman bestätigte dies auch gegenüber der Journalistin Mary-Jo Foley, wie sie in ihrem Blog-Eintrag ausführt.

Fazit: Microsoft hat natürlich nicht aus reiner Nächstenliebe gehandelt, sondern ist lediglich einem Verfahren wegen Verletzung der GPL zuvor gekommen. Und unter diesem Gesichtspunkt kann man das "andächtige Nicken" im oben angesprochenen Video nun auf ganz eigene Weise interpretieren.

Quellen: ZDNet Blog, Network Plumber's Journal

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