Eine Woche lang habe ich mal ausprobiert, wie es sich denn ohne Google so leben lässt. Insbesondere hat mich interessiert, inwieweit meine tägliche Arbeit dadurch beeinträchtigt wird.
Grundsätzlich konnte ich die ganze Woche die Nutzung von Google und seinen Diensten vermeiden. Der Schmerz dabei hielt sich bei Spielzeugen wie Google Earth, Google Mail, Google Video oder YouTube in Grenzen. Auf Dauer würde ich YouTube sporadisch vermissen, schließlich wird man öfters mal über Blogs, identi.ca und Konsorten auf witzige oder auch lehrreiche Videos hingewiesen.
Wirklich fehlen würde mir die Google-Suche. Trotz Alternativen wie Yahoo, Altavista und Co sind mir Googles Ergebnisse am liebsten, sie passen am ehesten zu dem, was ich suche. Hier konnte sowohl Ask.com als auch Yahoo nicht punkten. Das gilt auch für davon abgeleitete Dienste wie Bildersuche oder Produktsuche.
Weiterhin habe ich den Nutzen von Google News erst dadurch erfahren, dass ich darauf verzichtet habe. Es ist wirklich äußerst angenehm, Nachrichten nicht über die verschiedenen News-Portale zusammensuchen, sondern einfach über eine Webseite die News verschiedener Quellen zu einem Thema präsentiert zu bekommen, um sie dann nacheinander lesen zu können. Ebenso haben mir die Feeds von Google Alerts gefehlt, die mir nach bestimmten Stichworten und Suchmustern sortierte Neuigkeiten direkt in den Feedreader pumpen.
Dauerhaft verzichten werde ich auf Google Reader, der bei mir sowieso durch tt-rss abgelöst wurde, und auf Google Mail inklusive der daran hängenden Dienste wie Instant Messaging oder Video-Chat. Zu Google Calendar hatte ich in Bezug auf den Schutz meiner dort hinterlegten Daten sowieso noch nie großes Vertrauen und es außer zum Testen nie genutzt.
Fazit: Die originären Suchdienste - Web-Suche, Bilder-Suche, Produkt-Suche und Nachrichten-Suche - habe ich wirklich vermisst und werde sie weiterhin nutzen. Diese Kombination bietet auch kein anderer Dienst, zumindest nicht in gleicher Qualität. Die restlichen Spielzeuge sind mitunter ganz nett (YouTube, Google Earth), aber eben nicht dringend erforderlich
Du sprichst die Alternativen
Du sprichst die Alternativen zur Google-Suche an: Es gibt noch forestle.de, eine "grüne" Suche, die zwar auf Yahoo basiert, aber mit jeder Suche ein Stück Regenwald rettet... das ist ein Ansatz, für den ich gerne auf Google verzichte...