In vielen Linux-Distributionen ist die BASH die voreingestellte Standard-Kommandozeile. Ende Februar erschien hiervon die neue Version 4 (siehe Pro-Linux), nach etwas über zwei Jahren Entwicklungszeit.
GNU Bourne-Again SHell ermöglicht nun die gleichzeitige Umleitung von Standard- und Fehler-Ausgabe in eine Datei mit dem Operator >>&, die Übergabe dieser Ausgaben in eine Pipe erfolgt nun mit |& und wird damit gegenüber dem bislang vor allem von Cron-Jobs bekannten längeren Ausdruck 2>&1 | vereinfacht. Ebenfalls nützlich für Konsolen-Junkies dürfte die neue Wildcard ** sein, die rekursiv Verzeichnisse und Dateien bezeichnet. Eine vollständige, englischsprachige Liste der Neuerungen findet sich im Changelog.
Natürlich wäre es nett, BASH 4 out-of-the-box unter Ubuntu zur Verfügung zu haben (Bug #334207). Für Ubuntu 9.04 war es leider etwas zu spät, aber jetzt hat es BASH 4 in Karmic geschafft, ebenso das davon benötigte readline6. In Ubuntu 9.10 Alpha 5 dürfte man sich also auf die aktuelle Version freuen dürfen.
Ubuntu befindet sich damit in guter Gesellschaft, die kommenden Versionen von Debian, Fedora, openSUSE und Gentoo dürften ebenfalls die Version 4.0 der BASH für ihre Anwender bereitstellen.
Quelle: Launchpad