Mit der Veröffentlichung von 2.6.35-rc1 am Sonntag Nacht hat Torvalds das aktuelle Merge Window geschlossen. Er äußerte, dass noch nicht alle Anfragen, Änderungen in den Kernel zu übernehmen, bearbeitet seien, bat jedoch darum, dass nun keine neuen mehr gestellt würden.
Er nannte eine Zahl von etwa 1000 Entwicklern, die bislang Änderungen für den kommenden Kernel beigesteuert hatten, mit etwa 8500 Commits, und äußerte sich damit zufrieden.
Ein neues Dateisystem wird der Kernel diesmal wohl nicht bieten können. Dafür wurde mit „Receive Packet Steering“ (RPS) und „Receive Flow Steering“ (RFS) zwei Methoden zur Verbesserung der Behandlung von Netzwerkverkehr unter hoher Auslastung des Systems eingebracht. Während ersteres die zu bearbeitenden Netzwerkpakete auf mehrere Prozessoren verteilt, sorgt letzteres dafür, dass Pakete höherer Protokolle vom gleichen Prozessor behandelt werden wie die zugehörige Anwendung.
Natürlich war der allergrößte Teil der Änderungen einmal wieder im Bereich der Treiber zu finden. So wurde zum Beispiel ein Problem mit der Audio-Ausgabe unter ALSA beim Thinkpad Edge 13 mit eingesteckten Kopfhörern beseitigt und der Treiber für Samsungs Mobil-Prozessor s3c6400, der auch in Apples iPhone steckt, wurde um die Unterstützung für SPI, einen seriellen Datenbus, erweitert.
Quelle: Linux Kernel Mailing List
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