Ein Glanzleistung bringt zur Zeit die deutsche Ubuntu-Community - oder eben auch nicht. Viel enttäuschender wie im Hinblick auf den Ubuntu-Wochenrückblick kann sie das auch kaum zum Ausdruck bringen.
Nach viel Kritik am alten Ikhaya-Wochenrückblick haben wir (Ikhaya-Team & Daniel Rentzsch vom alten UWN-de) in einer Hauruck-Aktion die Zusammenführung mit der deutschen Übersetzung des Ubuntu Weekly Newsletter vorangetrieben. Ziel war es - und ist es noch - "offizielle Nachrichten" und Meldungen aus deutschen Nachrichten-Portalen zusammenzubringen und Verweise auf englische News-Seiten mit einer deutschsprachigen Zusammenfassung zu versehen. Dies Woche für Woche umzusetzen ist ein Haufen Arbeit, dafür auch noch Kritik in der Form Der Wochenrückblick ist verglichen mit den letzten wirklich ein Witz zu bekommen, hilft der Motivation nicht wirklich auf die Sprünge, insbesondere wenn man an diesem speziellen Wochenrückblick mehrere Stunden fast alleine gearbeitet hat.
Zwischenzeitlich haben wir auch, wie von Targion vorgeschlagen, einen Aufruf verfasst, in welchem wir um Unterstützung der Community gebeten haben. Bislang wurde jeder Artikel in kurzer Zeit mit Kommentaren gefüllt, dieser Beitrag blieb bis heute unkommentiert. Immerhin eine Anfrage, wie man beitragen könne, gab es im UWR-Forum bisher.
Dazu fällt mir nur ein:
Stell' einen Spaten hin und keiner meckert mehr, das Loch wäre nicht tief genug.
Bei der derzeitigen Beteiligung wird der UWR Ende Januar wohl wieder verschwinden oder zur Linksammlung verkommen, die ja stark kritisiert wurde. Bislang habe ich mehr Zeit in den UWR versenkt, als mir eigentlich zur Verfügung steht und die ich demnächst nicht mehr haben werde. Die verbleibende Zeit investiere ich lieber in Ikhaya und freiesMagazin, da dort eine Zusammenarbeit stattfindet die mir Spaß macht (was beim UWR derzeit nicht der Fall ist). Weiterhin scheint der UWR entbehrlich zu sein, wenn sich keiner mehr dafür interessiert, sobald um Mithilfe gebeten wird.
Als Denkanstoß: Die, die derzeit daran mitarbeiten, brauchen ihn eigentlich nicht, da sie über das Lesen der gängigen Nachrichtenportale über Geschehen informiert sind. Es ist also mehr eine (kostenlose) Dienstleistung für diejenigen, die das nicht können oder tun. Wenn dabei dann auch noch der Spaß flöten geht und nur die Arbeit bleibt...
Ein Lichtblick war der UWR 2008-50, an dem mehrere Mitglieder des ubuntuusers-Teams mitgeholfen haben - da kam fast schon wieder Wochenrückblick-Feeling beim gemeinschaftlichen Schreiben, Übersetzen und Korrigieren auf. Umso tiefer der Fall bei der gestrigen Ausgabe. Dennoch werde ich noch so lange weitermachen, bis mir der Ubuntu-ferne Teil meines Lebens die Grenze aufzeigt.
Was der UWR zum Überleben braucht:
Fazit: Den Ubuntu Code of Conduct habe ich signiert und versuche derzeit, den letzten Punkt Step down considerately (Trete rücksichtsvoll zurück) zu erfüllen. Dass es mir wohl nicht gelingen wird, schreibe ich aber nicht auf meine eigene Fahne. Ich Glaube daran, dass ich mittlerweile alles versucht habe um das UWR-Team und die Gemeinschaft in die Pflicht zu nehmen.
PS: Das schreibe ich in meinem Blog, da es meiner Ansicht nach das Herumjammern in Ikhaya oder im UWR unprofessionell wäre. Ein privates Blog ist für derlei anspruchsfreie Posts gänzlich geeignet. All das oben geschriebene ist meine persönliche Wahrnehmung und Ansicht und weder mit dem ubuntuusers-Team noch sonst jemandem abgesprochen.