Während meine Kollegen ganz begeistert sind, sich an ihren Laptops mittels ihres Fingerabdrucks an Windows Vista anmelden zu können, stand ich bislang teilnahmslos daneben. "Wer braucht denn ein solches Spielzueg überhaupt?"
Na, ein Ubuntu-User natürlich!

Eine kurze Suche im Web hat mich auf fprint gebracht, einer Authentisierungs-Bibliothek für - wie könnte es anders sein - PAM. Und Ubuntu wäre nicht Ubuntu, wenn fprint nicht schon in den Paketquellen verfügbar wäre.
Also installiert der Biometrie-willige Ubuntu-Anwender die folgenden Pakete:
Benutzer anderer Distributionen müssen unter Umständen die Quellen von Sourceforge herunterladen und selbst kompilieren.
fprint-demo wird im Übrigen nicht zwingend benötigt, es stellt nur eine optionale graphische Oberfläche zum Einlesen, Kontrollieren und Verwalten der eigenen Fingerabdrücke dar.
Wer ohne auskommen will, scannt seinen rechten Zeigefinger mit:
Die Zahl steht hier für den Finger, wenn man die Hände vor sich mit der Handfläche nach unten auf den Tisch legt und von links nach rechts zählt.
Um die Anmeldung mittels des eingescannten Fingerabdrucks zu ermöglichen, muss nun noch in die /etc/pam.d/common-auth die folgende Zeile eingetragen werden, am besten an erster Stelle im "Primary" Block (Bitte beachten: Das Herumfummeln an der PAM-Konfiguration kann auch mal daneben gehen, unter Umständen funktioniert die Anmeldung dann nicht mehr):
Nun kann man sich bequem den eigenen Finger anstelle des Kennworts zur Anmeldung oder zum Entsperren des Bildschirms verwenden. Sollte man dem eingescannten Finger einmal auf der Herdplatte oder durch ähnliches Ungemach jegliche erkennbaren Merkmale ausgetrieben haben, stehen ja noch neun andere Finger und zu guter Letzt auch noch das ursprüngliche Kennwort zur Verfügung.
Der GNOME-Schlüsselbund wird bei einer Anmeldung mittels Fingerabdruck nicht entsperrt, hierfür ist wieder die Eingabe des Kennworts notwendig.