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an snag ó bean-sí

Passender könnte es kaum sein: Rythmbox soll unter Ubuntu als Standard-Audio-Spieler von Banshee abgelöst werden. Letzterer ist benannt nach einer Figur aus der irischen Mythologie, bean-sí, die durch ihr Klagen oder Schreien Mitgliedern großer irischer Familien ihren bevorstehenden Tod ankündigt.

Auch, wenn ich nicht glaube, dass Rhythmbox dadurch gleich den in der Versenkung verschwindet, amüsiert mich die Ironie hierin. Aber ich kann die Entscheidung der Ubuntu-Entwickler nicht ganz nachvollziehen.

Screenshot des Musik-Browsers in BansheeIn jedem Fall wurde es mal wieder Zeit, sich Banshee anzusehen, um wenigstens eine qualifizierte Kritik üben zu können. Kurz gesagt bietet die unter Jaunty aktuelle Version 1.4.3 eigentlich alles, was eine moderne Anwendung zum Abspielen von Musik benötigt. Drei Kritikpunkte fielen mir direkt auf:

  • Es ist keine Überwachung für den Musik-Ordner vorhanden
  • Die Übertragung des aktuell gehörten Musik-Titels an Last.fm funktioniert nicht
  • Verschiedene Künstler auf einem Album werden im Browser nicht zusammengefasst (siehe Bild)

Das sind nun alles reine Komfort-Funktionen, aber als Rhythmbox-Nachfolger sollten sie schon vorhanden sein und funktionieren. Natürlich ist es möglich, dass die neueste Version 1.5, die dann unter Karmic verfügbar sein wird, hier schon einen Schritt weiter ist, bislang konnte ich dies aufgrund von Konflikten in den Abhängigkeiten von Banshee 1.5 noch nicht überprüfen.

Einer der Gründe, die für Banshee sprechen, ist die sehr aktive Entwicklung. Das hört sich gut an, aber da ich an Rhythmbox nichts auszusetzen habe und eigentlich mit Fehlerkorrekturen, Anpassungen an die aktuellen Desktop-Umgebungen usw. zufrieden bin, fällt das in meinen Augen nicht so sehr ins Gewicht. Mir fallen auch keine wirklich nützlichen zusätzlichen Funktionen ein, die man noch implementieren müsste, worin ich auch einen Grund für eine weniger hektische Weiterentwicklung sehe.

Der Zweite Punkt war die geringere Größe Banshees. Das finde ich wirklich witzig, da es auf Mono aufsetzt, ein Framework, das Microsofts .NET nachempfunden wurde. Rechnet man Mono dazu, bezweifle ich, dass es im Punkt der Größe mit Rhythmbox mithalten kann. Wollte man auf der Installations-CD Platz sparen, wäre das Antfernen von Mono und den dazugehörigen Anwendiungen vermutlich die gewinnbringendere Alternative.

Naja, dann warten wir mal ab, wie sich Version 1.5 macht, sobald sie in Karmic Einzug gehalten hat. Letztlich sehe ich in erster Linie die Oberfläche und höre die Musik, die im Spieler läuft. Warum auch immer welche Software nun im nächsten Release verfügbar ist, wenn die Standard-Anwendung den eigenen Anforderungen genügt, macht die Technik dahinter kaum mehr einen Unterschied.

Anmerkung: Der Titel soll Irisch-Gälisch für "Das Klagen der Banshee" bedeuten. Da das mit den drei Brocken, die mir bekannt sind, auch total daneben gegangen sein kann, nehme ich Verbesserungen aus berufenem (irischen) Munde sehr gerne an Wink .

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